2) Verantwortungs- übernahme zulassen

  • Wir unterscheiden zwei Arten von Verantwortung. Einmal die Verantwortung, die man qua Rolle, qua Aufgabenbeschreibung – unabhängig von der eigenen Person – übernommen oder zugeschrieben bekommen hat. Und zum anderen die Eigenverantwortung. Das ist jedem seine ganz persönliche Antwort, die man auf eine aktuelle Situation gibt.
  • Die Fähigkeit zum eigenverantwortlichem Handeln hat grundsätzlich jeder Mensch.
  • Die Bereitschaft von Menschen, eigenverantwortlich zu handeln, steigt grundsätzlich, wenn offen informiert wird und die gegebenen Strukturen und Prozesse den Menschen nicht vom eigenverantwortlichen Handeln abhalten. Zentral hierfür ist, dass die Menschen wirklich "Eigner" des aktuellen Problems sind und zur Lösung auch die vollumfänglichen Rechte, d.h. entsprechende Rollenverantwortung erhalten.
  • Folgendes Vorgehen unterstützt das organische Wachsen - von innen nach außen – einer auf verantwortungsvollem Handeln basierenden Organisationsstruktur:
    • Problem/Situation erkennen und beschreiben.
    • Problemeigner identifizieren.
    • Deren Aufgaben und Rollen im Zusammenhang mit der Situation überprüfen und gegebenenfalls flexibel anpassen, ändern, klären oder neu definieren.
    • Rollen mit vollumfänglichen Rechten und Expertise zur Lösungsfindung ausstatten und Entscheidungsverfahren festlegen.
    • Bedenken der von der Situation/dem Problem Betroffenen berücksichtigen und integrieren, indem deren Bedürfnisse ernst genommen werden.
  • Auf diese Weise stellt man sicher, dass jede führende Rolle in einer Organisation – nicht nur beziehungsweise vor allen Dingen auch die Führungskräfte – Problemeigner und gleichzeitig „Lösungsrechte-Inhaber“ ist.

Mögliche Instrumente: